Preisvergleiche mit Barcodes

Die Barcodes von Produkten und Waren mit dem eigenen Smartphone im Geschäft zu scannen, ist dem Verbraucher zwar erlaubt, von den Mitarbeitern in den Geschäften aber nicht gerne gesehen. Durch den Preisvergleich vor Ort mittels Barcode-Scan können Verbraucher Kaufentscheidungen in Sekundenschnelle treffen und so Geld sparen.

Preisvergleich an Ort und Stelle

Grundsätzlich handelt es sich bei dem privaten Barcodescanner um eine Applikation für bestimmte Handys oder Smartphones. Welche Apps hier in Frage kommen, darüber können einschlägige Online-Portale informieren. Doch welchen Funktionsumfang hat diese Kombination von Soft- und Hardware? Der Verbraucher kann jeden Strichcode, der sich auf einem Produkt befindet, direkt einlesen und erhält auf seinem Display Vorschläge, zu welchen Preisen dieses Produkt an welchem Ort verfügbar ist. So kann der Kunde, der diese Information in einem Geschäft erhält, einen anderen Händler aufsuchen, der ihm bei dieser Abfrage als kostengünstiger angezeigt wurde. Der private Barcodescanner ist somit eine Kombination aus Einlesegerät und Online-Preisvergleich. Ebenfalls sind, so vorhanden, Produktbewertungen anderer Kunden abzufragen. Für diejenigen, die heutzutage noch im Buchhandel Bücher erwerben, bietet der Barcode-Scanner einen zusätzlichen Service. Lässt man direkt im Buchgeschäft den Barcode eines Printmediums einlesen, überprüft der Rechner zunächst, ob das entsprechende Buch auch in Online-Datenbanken erfasst ist. Ist dem so, kann man über das Display des Smartphones nach bestimmten Inhalten suchen und Probelesen.

Mehr als fünfzig Euro sparen pro Einkauf

Insbesondere bei hochwertiger Unterhaltungs- oder Informationselektronik lohnt sich der Vergleich direkt am Ort. Denn: Verkäufer erklären Funktionen, können über die technischen Besonderheiten eines Gerätes beraten, aber man erfährt über die eigene Abfrage, wo es den Fernseher oder Laptop preisgünstiger gibt. Drei oder zehn Kilometer weiter zu fahren, rechnet sich dann – oder man erhält den Hinweis, dass der Artikel in einem Online-Shop günstiger zu bekommen ist. Geeignet sind generell Handys mit Kameras, die vorteilhafterweise auch noch in der Autofokus-Funktion schärfer stellen können. Was Lebensmittel betrifft, so hat die zugehörige Software noch nicht alle Produkte erfasst – aber bezüglich dieser Branche sind Verbraucher ohnehin seit Jahrzehnten auf die günstigen Supermarktketten eingespielt, die sich in ihren Preisen auch in Zukunft nicht nach oben verändern werden. Im Elektrobereich hingegen sind Preisunterschiede von 50 bis 150 Euro keine Seltenheit – denn Auspreisungen liegen stets in der Willkür der Einzelhändler.

Auch per SMS können Barcodes abgefragt werden

Barcode-Abfragen können auf völlig verschiedene Weise funktionieren – je nach Anbieter und Einzelgerät. Handys ohne Kamera oder mit schlechterer Auflösung akzeptieren auch die manuelle Eingabe des Strichcodes – so kann man das günstigste Angebot etwa per SMS abfragen. Hierbei fallen nur SMS-Gebühren an, innerhalb bestimmter Netze (bei Flatrates) manchmal gar keine. Bestimmte senden dem Verbraucher nicht einen übergeordneten Vergleich verschiedener Anbieter, sondern informieren lediglich über den aktuellen Preis, der bei bestimmten Online-Händlern für dieses Produkt zum Zeitpunkt der Abfrage gültig ist. Somit lohnt sich bereits eine Verbraucherberatung für das Produkt der Barcode-Scanner – und ein Abschätzen, ob und wie oft man dies im Alltag überhaupt benötigen würde. Wenn jemand elektronische Geräte in regelmäßigen Abständen einkauft oder darauf selbst als Händler angewiesen ist, lohnt sich eine Internet-Flatrate für diesen Zweck in jedem Fall.

Foto: Andrey Bandurenko – Fotolia.com

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