Jeder Deutsche kennt sie: Barcodes, eine Kombination aus Nummern und unterschiedlich breiten Strichen, welche sich nahezu auf jedem Produkt finden lässt. Allerdings wissen nur die Wenigsten, wie die Aufdrucke funktionieren.
Wie man auf vielen Produkten wie zum Beispiel Büchern, aber auch Lebensmitteln sehen kann, besteht ein sogenannter Bar- beziehungsweise Strichcode (engl. “bar” bedeutet “Strich”) aus parallel zueinander stehenden schwarzen Strichen und weißen Lücken. Der Code ist in seiner regulären Form breiter als hoch, kann aber auch in quadratischer Form oder mit einer größeren Höhe als Breite vorkommen. Neben dem grafischen Teil eines solchen Barcodes befinden sich unter den Strichen auch Ziffern. Die am häufigsten vorkommende Version in Europa enthält 13 Ziffern, von denen die erste, vor dem Code stehende Zahl die sogenannte Kontrollziffer ist, während die anderen Zahlen unter dem Barcode stehen und normalerweise in der Mitte von diesem getrennt werden. Bei einer Kontrollziffer handelt es sich um eine Nummer, welche dazu dient die Richtigkeit eines Barcodes zu überprüfen. Sie wird zuerst eingelesen. In Europa existiert außer dem Barcode mit 13 Ziffern ebenfalls ein Code mit acht Ziffern – manche Produkte sind mit beiden Codes ausgezeichnet. Im Normalfall sind Barcodes und die darunter liegenden Ziffern weiß unterlegt, da nur so die Lesbarkeit durch einen Scanner gewährleistet werden kann. Oft können Produkte auch durch die Ziffern unter dem Barcode zum Beispiel über das Internet identifiziert werden – besonders bei Büchern ist dies der Fall.
Natürlich haben die einzelnen Komponenten eines Barcodes auch eine Bedeutung. Die Daten zu zum Beispiel einem Produkt sind mit binären, also computeroptimierten Symbolen verschlüsselt und können mit speziellen Geräten gelesen und übersetzt werden. Im Falle eines Barcodes handelt es sich um ein Lesegerät, welches mit – meist rot gefärbtem – Licht arbeitet. Der Code wird durch den Lichteinfluss in seine schwarzen und weißen Flächen aufgeteilt, hier wird auch die Breite der Striche beachtet. Nach Einlesen des Codes werden die aufgefangenen Lichtsignale in einen Nummerncode – welcher unter Anderem zur Kontrolle auch unter dem Barcode vermerkt wird – umgewandelt, da sie nur so für Menschen nutzbar sind. In einer Datenbank, auf die mit Hilfe einer elektronischen Kasse zugegriffen werden kann, wird die Nummer einem Produktnamen sowie dessen Preis zugeordnet. Außerdem ist es mit Hilfe dieses Systems möglich, beim Einlesen eines Codes gleichzeitig die Anzahl der sich im Geschäft befindenden Produkte dieser Art zu reduzieren, sodass automatisch festgestellt wird, ob etwas nachbestellt werden muss.
Neben den in Europa genutzten Barcodes, den European Article Numbers (“EAN”), gibt es natürlich auch noch andere Varianten des Barcodes, welche in anderen Kontinenten genutzt werden. In den USA wird vor allem der UPC-A (Universal Product Code A) genutzt, welcher aus zwölf Ziffern besteht. Außerdem gibt es andere Versionen des UPC, welche allerdings zu großen Teilen keine praktische Bedeutung haben. In Japan wird das Japanese Article Numbering (JAN) verwendet, welches mit den EAN-Codes abgestimmt ist. Neben diesen regionalen Codes gibt es auch einen universal gültigen Barcode, die IAN (International Article Number). Diese ähnelt den EAN sehr stark.
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